Gamereview: Berserk and the Band of the Hawk

Mit heutiger Review möchte ich nun einen Bereich einweihen, welchen ich eigentlich schon im Erstbeitrag angekündigt hatte: Gamereviews. Da ich relativ viele JRPGs, Action-RPGs und Visual Novels spiele denke ich, das könnte passen. Zum Zeitpunkt des Black Fridays konnte ich ein relativ gutes Schnäppchen machen – einen 3DS-Titel, eine Anime-Volume (Shirobako Vol. 3 <3)…und „Berserk and the Band of the Hawk“. Hier nun mein Eindruck und ob sich das Geld – hier 20€ – gelohnt hat. Weiterlesen

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Wieso Visual Novel nicht als Anime funktionieren können.

Visual Novel sind für mich als Spieler irgendwie etwas besonderes. Für jemanden, welcher unzählige Spielstunden in Counter-Strike, Battlefield oder unkonventionellen Titel wie dem Euro Truck Simulator  2 investiert hat sind gerade Spiele welche einen starken Storyfokus (Spec Ops: The Line) immer ein Erlebnis.

Mit zunehmenden Animeinteresse stößt man natürlich auf textbasierte Adventures aus Japan – wie der Name schon sagt, visuelle Novelle oder Romane. Anders wie z.B. Light Novel, welche oft aus einem Standpunkt die Geschichte erzählen können sie widerrum auch nicht mit dem (audio)visuellen Glanz eines herkömmlichen Anime dienen.
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Wie SONY sich bei der PlayStation Vita rausredet

Als ich durch die täglichen Nachrichten aus der Videospielbranche surfte viel mir folgende Überschrift auf:

Sony: Kein Angriff auf Switch geplant; Handheld-Markt ist aufgrund der Smartphones uninteressant

Da ich seit April Besitzer einer PlayStation 4 Slim sowie seit 2015 eine PS Vita besitze (jap, noch vor der PS4 besaß ich eine Vita…war perfekt für die Japanreise die ich antrat) musste ich natürlich genauer nachforschen wieso der Handheldmarkt für SONY nicht interessant sei.

Stutzig wurde ich bei folgendem Absatz:

Andrew House stellte zwar klar, dass sie mit der PS Vita in Japan und Asien respektable Erfolge erzielt hätten, jedoch nicht weltweit. Als Grund nannte er einen gesellschaftlichen Wandel bzw. eine Lifestyle-Veränderung zugunsten der Smartphones als Schlüsseltechnik.

Nun, Herr House – wieso hat sich die PlayStation Vita seit dem Release 2011 gerade im Westen nicht verkauft? Seitdem ich als Kind eine PSP (den Vorgänger) in der Hand hatte war ich durchaus immer interessiert solch ein Gerät zu kaufen. Hier sind mehrere Punkte auf die ich auch einzeln eingehen möchte:

  • mangelnde Spieleunterstützung seitens SONY
    Keine Frage – zu Beginn hatte die PlayStation Vita hervorragende Starttitel – insgesamt 25 Stück an der Zahl. Uncharted: Golden Abyss hat gerade durch den Namen Uncharted einen hervorragenden Ruf, und auch die Qualität des Spieles selbst war sehr gut. Auch Drittanbieter wie Ubisoft (Rayman Origins) oder BANDAI NAMCO (BlazBlue) konnten mit Qualität überzeugen. Der damalige Chef von SONY of Amerika sagte 2012, also ein Jahr nach Veröffentlichung das die PS Vita NICHT untergehen wird – dies hat sich jedoch drei Jahre geändert. Seit April 2015 erstellt SONY keine First-Party Titel mehr für die VITA und lässt den Spielesupport KOMPLETT Drittpartyanbietern, welche mittlerweile nur noch aus dem asiatischen Raum stammen. Meist sind es Visual Novel oder JRPGs welche damit den Markt (vor allem Online) füllen. Zwar mag dies ein Fest für Animefans sein, doch sollte auch dies irgendwann eingestellt werden, ist die bereits tote Vita…noch mehr tot.
  • mangelnde Vermarktung seitens SONY
    Wenn man Marketing studiert kann man die Schiene, welche SONY mit der Vita eingeschlagen hat als perfektes Beispiel nehmen wie man es NICHT macht. SONY hat sich im Prinzip komplett auf den Namen verlassen, beinahe ohne weitere Extraosten aufzunehmen – ein fataler Fehler.  Bereits 2012 wurde seitens SONY Fehler eingesehen, die man mit der Vermarktung gemacht habe. Es wurde die falsche Zielgruppe anvisiert. Dies wollte man mit „Blockbuster“-Titel wie Black Ops: Declassified oder den Vita-Ableger von Assassins Creed entgegenwirken, jedoch wurden bis Mitte 2012 „nur“ 2,2 Millionen Konsolen verkauft – bei angeblichen Marketingkosten von 50 Millionen Dollar mehr als ungenügend.
  • überteuerte Preise – gerade zu Beginn
    Die Spiele wurden in einem akzeptablen Preis im Rahmen von 30€ – 50€ angeboten – absolut in Ordnung. Das größte Problem war jedoch zu Beginn, das KEINE Speicherkarten mitgeliefert wurden. Hier war für viele der Knackpunkt, da SONY folgende Preise (für den Anfang) wollte:

    Speicherkarte 4 Gigabyte – 19,99 Euro
    Speicherkarte 8 Gigabyte – 34,99 Euro
    Speicherkarte 16 Gigabyte – 49,99 Euro

    maxresdefault

    Selten die Dinger – eine 64GB-Karte aus dem Ausland, welche sich nur importieren ließe.

    Dies kann man praktisch als Genickbruch für eine Konsole sehen. Da SONY die Vita u.a. als Multimedia-Konsole angesehen hat (Musik, Video, etc) sind gerade 4 und 8 GB gerade als Speicher ein Witz. Uncharted: Golden Abyss brauchte z.B. eine Speicherkapazität von 3,3 GB. Den Rest kann man sich denken. Wurde z.B die Vita für 300€ angeboten, musste man noch für 35€ oder 50€ eine Speicherkarte kaufen.

    Erst 2014, mit der Einführung eines neues Modells wurden 8 GB mitgeliefert – jedoch viel zu spät. Entweder sind die Fans zu Nintendo „gewechselt“, oder die bisherigen Besitzer haben nicht eingesehen, für ein kleines Upgrade erneut den vollen Preis zu bezahlen.

  • namhafte Konkurrenz
    Natürlich wollte SONY mit der PS Vita Nintendo Konkurrenz machen. Jedoch beherrschte Nintendo damals sowie auch heute den Handheldmarkt mit ihren zig Versionen des (3)DS. Auch war der Kampfpreis von Nintendo ein großes Problem, sowie auch die treue Fangemeinde von Nintendo. Die Fans von Nintendo brauchen kein YouTube auf dem DS, sie brauchen keine hochauflösende Kamera. All dies sowie die Unsicherheit seitens SONY, wen sie überhaupt mit der Vita ansprechen wollen sind Dinge, die eine große Rolle gespielt haben.

    Lässt man nun oben genannte Punkte Revue passieren, merkt man eigentlich welch Potenzial mit der Vita verschwendet wurde. SONY hatte die Chance, eine Größe im Handheld-Bereich zu werden – ist jedoch krachend gescheitert. Sei es die frühe Einstellung diverser Apps, das Zurückziehen aus dem First-Party-Support. Zwar ist die Vita aktuell eine hervorragende Ergänzung zu einer PS4, aber sonst?
    Jetzt komplett alles auf die Smartphone-Generation zu schieben ist der total falsche Weg. Mehr Einsicht seitens SONY wäre durchaus angebracht. Nur weil die Konsole den (eigenen, hohen) Erwartungen nicht gerecht wurde sollte man nicht das eigene Produkt abschreiben.